Es gibt Dinge, deren Sinn und Notwendigkeit sich sofort erschließen, aber genauso auch die, bei denen diese Erkenntnis ausbleibt – selbst wenn man sich wieder und wieder damit beschäftigt.
Heute kam mir ein “Ding” der letztgenannten Kategorie unter die Augen. Der Facebook Unsubscribe Button. Dem Bericht auf All Facebook nach zu urteilen wird Facebook einen Unsubscribe Button einführen, der die automatischen Benachrichtigungen anderer Nutzeraktivitäten sehr langer Threads unterbinden soll. Fühlen sich Nutzer durch diese “belästigt”, kann durch Klick des Unsubscribe Buttons jede weitere Benachrichtigung einfach unterbunden werden. Soweit verstanden.
Eine Frage bleibt aber offen: Wie kann man von Facebook Benachrichtigungen genervt sein, wenn man davon ausgeht, das man nicht jeden Bullshit Bingo “Liked” und nur Threads “kommentiert”, die einen irgendwie interessieren? Nur weil der “I Like” Button schnell gedrückt ist, steht er am Ende in irgendeinem Kontext – nicht vergessen!
Für mich als täglichen Facebooknutzer und auch regelmäßigen Leser / Kommentierer / Liker ist dieser Facebook Unsubscribe-Usecase persönlich völlig abwegig. Wenn mich ein Threadverlauf im Nachgang nervt, “unlike” ich das “I Like”, oder lösche ganz pragmatisch meinen Kommentar. Ja ja, auch wenn man damit den Threadverlauf im Nachgang ”verändert” … Damit spare ich mir aber einen Button.
Gibt es nun ein Antennenprobelm, oder ist das Problem mit der Antenne nur gehypt? Wie dem auch sei – das einzige Problem, das Apple tatsächlich hat, ist der unsouveräne Umgang mit diesem Phänomen.
Statt klar zu kommunizieren, versucht Apple mit einer “Kollektivschuld der Smartphoneindustrie” zu beschwichtigen. Auf der Pressekonferenz von letzter Woche läßt Apple verlauten “Kein Smartphone sei perfekt” und präsentiert dazu Bilder unterschiedlichster Devices, die sich mit dem “Todesgriff” zu einem Netzabriss zwingen lassen. Über das Angebot von Apple an unzufriedene iPhone 4 User haben ich ja bereits berichtet.
Was hindert Apple aber an einer klaren Kommunikation? Gerade wenn man überzeugt ist, kein Problem zu haben? Statt dessen tauchen auf dem YouTube Channel von Apple weitere alberne Videos auf, die einen provozierten Netzabriss auch bei anderen Smartphones zeigen. Das jüngste Beispiel zeigt das Motorola Droid X:
Bemerkenswert ist, das sich Apple der nicht ganz glücklichen Gratwanderung scheinbar bewußt ist – zumindest wurden bei diesen YouTube Videos vorsorglich die Kommentarfunktion entfernt. Andernfalls würde sie wahrscheinlich verrissen werden.
Natürlich können Fehler passieren – diesen sollte man aber mit weniger Übermut begegnen. Denn genau das macht aus diesem Antennenproblem erst ein Antennagate!
Da produziert ein IT-Konzern ein Smartphone mit einem Antennenbug. Im Netz tauchen nach dem Lauch des Gerätes erste Meldungen von Antennenproblemen und Drop-Calls auf.
Apple rührt sich nicht.
Ein Paar Tage später berichten Engadget und weitere reichweitenstarke Blogs über das Thema.
Und Apple rührt sich nicht.
Im Gegenteil, Steve Jobs läßt verlauten, die User würden das Phone nur “falsch” halten.
Wieder ein Paar Tage später hat jetzt auch das Fernsehen den Bug gerochen und darüber berichtet.
Daraufhin platziert Apple die Information, die Software würde das Antennensignal nicht richtig anzeigen. Das Signal würde zu “gut” angezeigt werden. Apple launcht das iOS Update 4.01. (Das wir darauf nicht selbst gekommen sind – natürlich haben sich die User geirrt und die Gesprächsabbrüche sind demnach frei erfunden?)
Orange und T-Mobile stoppen den Vorverkauf, bzw Vorbestellungen. Apples Aktienkurs gibt nach – jetzt lädt Apple zu einer Pressekonferenz ein und beschwichtigt erneut. Es sei ja alles nicht so schlimm wie kolportiert.
Zusammengefasst: “Das Bild im Internet würden nur einige wenige prägen, die meisten Kunden seien sehr zufrieden. Da man aber jeden Kunden zufrieden stellen möchte, bekommt jeder iPhone 4 Kunde kostenfrei einen iPhone-Bumper zugesendet, mit dem man die äußere Antenne via Gummiring abdecken könne. Oder man könne innerhalb von 30 Tagen das Gerät zurückgeben.”
Obwohl ich nicht wirklich mit einer Rückrufaktion gerechnet habe, bin ich mir trotzdem nicht sicher, ob ich den Zeitpunkt für meine Neuanschaffung nicht doch lieber noch nach hinten schieben sollte. Lust auf ein iPhone 4 mit Gummiring habe ich nämlich nicht! Ich warte noch und hoffe auf ein kleines unaufflliges Hardware-Update.
Gerade konnte man noch lesen, das Microsoft KIN ein Softwareupdate spendiert – heute gabs dann “Microsoft Kills Kin” zu lesen. Wie auf Gizmodo zu lesen ist, wird Microsoft i) KIN nicht wie geplant in Europa launchen und ii) das KIN Entwicklerteam komplett in das Windows Phone 7 Entwicklungsteam integrieren.
Natürlich lief der Abverkauf des KIN alles andere als vielversprechend, aber wer sagt denn, das die KIN Entwickler nicht Windows Phone 7 auf die Sprünge helfen müssen. Meiner Theorie nach ist das der durchaus realisitschere Case ;)
Es ist schon eine Weile her, das Microsoft Danger – die Mutter von Sidekick und HipTop – gekauft hat.
Danger ist meiner Meinung nach einer der ersten “Allways On” Pioniere, die damals ein hochinnovatives Mobiltelefon samt Dienst entwickelten, mit dem sich User mit ihren digitalen Freunden mobil austauschen konnten. Zudem wurden Fotos, Kontakte, Nachrichten etc. “in the Cloud” als Backup gespeichert. Auf diesen “Backup” konnte man von jedem PC aus online zugreifen, um zb Photos weiterzusenden, oder sich diese auf den PC zu laden. Was auch sehr praktisch war für den Fall, das man den Sidekick zB verloren hat.
Um hier “hochinnovativ” mal zu relativieren – Danger hat den Dienst vor ungefähr 10 Jahre entwickelt und gelauncht – weit vor dem, was wir heute Social Media nennen!
Dann wurde es eine längere Zeit lang ruhig um Danger. Diese Zeit hat Microsoft genutzt, um daraus Kin zu entwickeln und zu launchen. Kin ist ein auf dem Prinzip des Sidekicks basierender Dienst samt Social Phones Kin I und Kin II.
Wenn man sich den Dienst anschaut – das Video bietet einen guten, kurzen Überblick – ist dieser eine sehr gute Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee von Danger, wie ich finde.
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Ich warte darauf, das meine Playstation mir einen “gescheiten” Film für diesen verregneten Nachmittag runterlädt. Und da kommt mir dieser Tagesschau Tweet dazwischen. “Christian Wulff soll neuer Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten werden”.
Die Fortschrittsanzeige steht leider erst bei 20% – ansonsten könnte ich mich wieder schnell mit einem Hollywood-Blockbuster davon ablenken. So habe ich aber viel zu viel Zeit darüber nachzudenken.
Was qualifiziert eigentlich für das Amt des Bundespräsidenten? Ich habe bei den vorgeschlagenen Kandidaten spontan Schwierigkeiten mir diese Frage zu beantworten. Ohne den Kandidaten zu nahe treten zu wollen, aber was bringen sie mit als viel mehr die Qualifikation ein sogenannter “Quickwin” zu sein. Auch wenn Johannes Rau nicht ganz so schnell aus der Kandidaten-Pistole geschossen kam, am Ende war er meiner Meinung nach ein eher peinlicher Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.
Erwischt – ich stoße wieder an mein ganz eigenes Entwicklungsfeld – bin zu naiv und glaube, das alles logisch und das Ziel das Ziel ist, es um die Sache geht und das man Kompetenz besitzen sollte mit der man auf ein großes Ganzes einzahlt. Ich werde diesen Punkt nie lernen.
23% geladen – habe mich im übrigen für 2012 entschieden – dort wird ja die Erde überschwemmt – gleiches passiert da wettertechnisch auch gerade da draußen.
Ein Vergleich mit der Corporate World zeigt zumindest, das i) ich tatsächlich ein Entwicklungsfeld habe und ii) das eine gewisse Kompetenz doch vonnöten zu sein scheint – und auch wenn es nur die ist, Dampf zu plaudern und nicht aufzufallen bis der Plumpsack das Taschentuch hinter einem fallen lässt.
77% geladen – ok, dann hoffen wir mal nicht, das Christian Wulff einer dieser Plumpsack Kandidaten ist, sondern das es einen “größeren Ganzen” folgt. Ich fürchte aber, das meine Entwicklungsfeld mir hier wieder ein Schnippchen schlägt.
90% geladen – fast fertig, nur blöd, das jetzt Fußball anfängt.
Heutzutage reichen 10-15k Downloads aus, um in Deutschland einen neuen Nummer 1 Hit nach Media Control zu landen.
Und genau daraus wird für die Musikindustrie in Kürze ein weiterer Konkurrent aus dem Internet erwachsen. Litt sie in der Vergangenheit ausschließlich unter illegalen Downloads, könnte sie jetzt auch Konkurenz in der Vermarktung und der daraus resultierenden “Platzierungsgarantie” bekommen.
Denn warum sollte das Social Web nicht zukünftig auch die Top10 demokratisieren? Über Facebook, Twitter und Co gibt es dazu heute schon taktische Versuche, die Top10 zu beeinflussen.
Allerdings viel interessanter ist die Frage, wie sich die in der Wertschöpfungskette als Aggregationsschicht agierenden Platten-Label erneut neu erfinden werden. Popularität und Erfolg von Künstlern scheinen nicht mehr nur abhängig von dem Support des jeweiligen Labels.
Dell er”twittert” sich nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 600.000.000 $ Diese Umsätze werden laut Dell durch Twitter ausgelöst. Mich würde mal interessieren, wie Dell diese Umsätze Twitter zuordnet?
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