Es gibt Dinge, deren Sinn und Notwendigkeit sich sofort erschließen, aber genauso auch die, bei denen diese Erkenntnis ausbleibt – selbst wenn man sich wieder und wieder damit beschäftigt.
Heute kam mir ein “Ding” der letztgenannten Kategorie unter die Augen. Der Facebook Unsubscribe Button. Dem Bericht auf All Facebook nach zu urteilen wird Facebook einen Unsubscribe Button einführen, der die automatischen Benachrichtigungen anderer Nutzeraktivitäten sehr langer Threads unterbinden soll. Fühlen sich Nutzer durch diese “belästigt”, kann durch Klick des Unsubscribe Buttons jede weitere Benachrichtigung einfach unterbunden werden. Soweit verstanden.
Eine Frage bleibt aber offen: Wie kann man von Facebook Benachrichtigungen genervt sein, wenn man davon ausgeht, das man nicht jeden Bullshit Bingo “Liked” und nur Threads “kommentiert”, die einen irgendwie interessieren? Nur weil der “I Like” Button schnell gedrückt ist, steht er am Ende in irgendeinem Kontext – nicht vergessen!
Für mich als täglichen Facebooknutzer und auch regelmäßigen Leser / Kommentierer / Liker ist dieser Facebook Unsubscribe-Usecase persönlich völlig abwegig. Wenn mich ein Threadverlauf im Nachgang nervt, “unlike” ich das “I Like”, oder lösche ganz pragmatisch meinen Kommentar. Ja ja, auch wenn man damit den Threadverlauf im Nachgang ”verändert” … Damit spare ich mir aber einen Button.
Es ist schon eine Weile her, das Microsoft Danger – die Mutter von Sidekick und HipTop – gekauft hat.
Danger ist meiner Meinung nach einer der ersten “Allways On” Pioniere, die damals ein hochinnovatives Mobiltelefon samt Dienst entwickelten, mit dem sich User mit ihren digitalen Freunden mobil austauschen konnten. Zudem wurden Fotos, Kontakte, Nachrichten etc. “in the Cloud” als Backup gespeichert. Auf diesen “Backup” konnte man von jedem PC aus online zugreifen, um zb Photos weiterzusenden, oder sich diese auf den PC zu laden. Was auch sehr praktisch war für den Fall, das man den Sidekick zB verloren hat.
Um hier “hochinnovativ” mal zu relativieren – Danger hat den Dienst vor ungefähr 10 Jahre entwickelt und gelauncht – weit vor dem, was wir heute Social Media nennen!
Dann wurde es eine längere Zeit lang ruhig um Danger. Diese Zeit hat Microsoft genutzt, um daraus Kin zu entwickeln und zu launchen. Kin ist ein auf dem Prinzip des Sidekicks basierender Dienst samt Social Phones Kin I und Kin II.
Wenn man sich den Dienst anschaut – das Video bietet einen guten, kurzen Überblick – ist dieser eine sehr gute Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee von Danger, wie ich finde.
Dell er”twittert” sich nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 600.000.000 $ Diese Umsätze werden laut Dell durch Twitter ausgelöst. Mich würde mal interessieren, wie Dell diese Umsätze Twitter zuordnet?
Ganz interessant, was dieser Tage von den großen Roten aus Düsseldorf zu lesen ist.
Ab dem 1.8. – nach der Integration von Arcor in die neue Vodafone – wird dieselbige auch Ihre Werbestrategie ändern. So will die neue Vodafone zukünftig die Generation “Upload” stärker ansprechen und will daher in Ihrer Kommunikation statt mit Testimonials lieber mit Bloggern wie zB dem Sascha Lobo arbeiten. Bin gespannt, wie das aussehen wird.
(Nachzulesen auf Der Standard)
Vodafone ändert in meinen Augen damit nicht nur mehr die Werbestrategie und nutzt hier das Phänomen Internet, die roten Junx aus Düsseldorf öffnen sich auch in der Kommunikation gegenüber Kunde und erobern die “Social Media Galaxie”. So kann man Vodafone bereits via TwitterstreamVodafone Blog, Facebook-Fanpage, Myspace und einem StudiVZ Profil folgen.
Ich bin gespannt, wie diese Aktivitäten das Image der Company und die Company selbst prägen und verändern werden. Ich werde die “Social Media Aktivitäten” mit einer gesunden Portion Skepsis weiterverfolgen und berichten.
… das fragen sich dieser Tage wahrscheinlich einige Entscheidung in unglaublich vielen Unternehmen.
Meist kennt man in diesen Unternehmen nicht mehr als die allseits bekannten Buzzwords Twitter und Facebookl. Kommentare wie “Twitter – das brauchen wir auch!”, oder “meine Vision ist es einen eigenen Twitter Stream auf meiner Website zu haben!” sind dabei noch die harmlosesten!!
Immer wieder schön zu beobachten ist dabei die Verwechselung von Medium und Inhalt auf der einen Seite und die unglaubliche Vorsicht vor pragmatischen Lösungen.
Um diese zu umgehen, werden hunderte Kilo von Informationen verchartet, Business Case gerechnet und PIAs und RIAs durchgeführt – statt auch mal einfach Dinge auszuprobieren. Hey, hier geht es um KOMMUNIKATION und nicht um Atomkraft, oder Biochemie (hier war ich früher richtig schlecht).
Was unter der Begrifflichkeit Social Media zu verstehen ist und was hinter diesem Buzzword eigentlich passiert, zeigt der folgende auf den Punkt ausgeführte Film von Scholz & Friends …
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